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KLAAF 06/26

KLAAF ist das kölsche Magazin – ein Muss für alle Begeisterten der kölschen Sprache und des Brauchtums. Neben den Angeboten der Akademie berichtet das Magazin über spannende Kölner Persönlichkeiten, interessante Veranstaltungen, Geschichten aus der Kölner Geschichte, kölsche Rezepte, Mundarttheater und mehr.

THEATER OP KÖLSCH ©

THEATER OP KÖLSCH © Spielkreis Fritz Monreal Gesamte Spielkreisfamilie 2025 »Et Hätz schleiht em Veedel« Der Spielkreis Fritz Monreal stellt sein neues Stück vor. Familie Pfützenreiter lebt in einem 4-Generationen-Haus. Sie betreiben die Kneipe „Zur feuchten Kehle“. Hier findet traditionell ein alljährlicher „Ahl Kamelle-Fastelovends- Ovend“ statt. Der Verein „Dries op der Ries“ organisiert diese Nostalgiesitzung. Dieses Jahr steht diese Veranstaltung aber auf der Kippe. Und daran ist nicht nur der neu gegründete Damenclub schuld, der den Karneval revolutionieren möchte. Das Ordnungsamt hat sich angemeldet. Eine fehlende Schankerlaubnis und mangelnde Hygiene werden den Besitzern vorgeworfen. Ein Theaterstück mit Intrigen, Liebschaften, dem üblichen Nachbarschaftstreiben und einer ganzen Menge Humor. Urenkel Jupp bekommt das rege Treiben mit und möchte herausfinden, was denn das Besondere an dem kölschen Brauchtum ist und warum die „Alten“ immer so an der Tradition festhalten. Er feiert schließlich auf moderne kölsche Art Karneval. Und hier alle Vorstellungstermine auf einen Blick: Freitag 23. 10. 2026 19 Uhr Samstag 24. 10. 2026 17 Uhr Sonntag 25. 10. 2026 16 Uhr Samstag 31. 10. 2026 17 Uhr Sonntag 01. 11. 2026 16 Uhr Freitag 06. 11. 2026 19 Uhr Samstag 07. 11. 2026 17 Uhr Sonntag 08. 11. 2026 16 Uhr Freitag 13. 11. 2026 19 Uhr Samstag 14. 11. 2026 17 Uhr Sonntag 15. 11. 2026 16 Uhr Freitag 20. 11. 2026 19 Uhr Samstag 21. 11. 2026 17 Uhr Sonntag 22. 11. 2026 16 Uhr Veranstaltungsort: Brunosaal, Klettenberggürtel 65, Köln-Klettenberg Karten: 20 € (einschl. der Garderobe) Kartenvorverkauf ab 11. Juli 2026: an den bekannten Kartenvorverkaufsstellen und telefonisch unter Tel.: 02203/3 23 84. 28 KLAAF THEATER

KOLUMNE von Peter Meisenberg Ohnmächtiger Denkmalschutz Kein anderes Bauwerk reicht an die positive Symbolkraft der Brücke heran: Brücken stehen für das Überwinden von Hindernissen und Gegensätzen, Brücken verbinden Menschen und Kulturen. - Das Dumme an den tatsächlichen Brücken ist nur, dass sie benutzt werden und dass dem Interesse der Benutzer ihr schöner Symbolgehalt oft piep egal ist. Die Rede ist von den gegen Ende des 19. Jahrhunderts gebauten westlichen Kölner Eisenbahnbrücken, die für Stadthistoriker erstrangige Denkmäler nicht nur der Kölner Industriekultur, sondern auch der neueren Stadtgeschichte sind: Stellen ihre schön geschwungenen Eisenbögen doch so etwas wie die Nachfahren der mittelalterlichen Stadttore dar, welche die Innenstadt hin zu den westlichen Vororten öffnen. Das haben die Kölner Denkmalschützer auch so gesehen und sie im Jahr 2012 als „technische Denkmale“ unter Schutz gestellt. - Doch jetzt erweist sich, wie wenig dieser Schutz nach der Änderung des NRW-Denkmalschutzgesetzes im Jahr 2022 noch wert ist. Die inzwischen auch anderweitig in die Kritik geratene NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach erzwang mit ihrem vom Landtag mit nur einer Stimme Mehrheit angenommenen Gesetzesentwurf die Quasi-Entmachtung der kommunalen, der „Unteren“ Denkmalschutzbehörde. Ob ein Bauwerk schützenswert ist oder nicht, entscheidet seitdem nicht mehr der Denkmalschutz, sondern mehr oder weniger der jeweilige Investor. Im Fall der Kölner Eisenbahnbrücken ist der Investor die „InfraGO“ Aktiengesellschaft, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bundesbahn. Sie hat befunden, dass die alten Brücken für die Rundumerneuerung des Schienennetzes der Bundesbahn nicht mehr taugen und abgerissen gehören. Und willfährig hat dem der Kölner Stadtrat im vergangenen September in einer Hals über Kopf einberufenen „Dringlichkeitsentscheidung“ entsprochen. Ohne die entsprechenden Fachausschüsse einzubeziehen. Und natürlich auch ohne den Stadtkonservator zu befragen, der nach wie vor für den Erhalt der Brücken in ihrer jetzigen Gestalt ist und sich dabei auf Gutachten beziehen kann, die ihre Funktionstüchtigkeit auch für das neue Schienennetz der Bundesbahn bestätigen. Wie immer im „Zusammenspiel“ zwischen Kommune und Investor geht es ums Geld: Je willfähriger sich die Kommune ihm gegenüber verhält, desto weniger Geld muss sie selbst bei konkreten Projekten in die Hand nehmen. Glaubt sie wenigstens. Wie es am Ende aussieht, steht dann auf einem anderen Blatt. Die Gelackmeierte ist nämlich meist sie selbst, beziehungsweise ihre Bürger. Denen werden nämlich mit den wohl zuerst zum Abriss freigegebenen Eisenbahnbrücken Venloer- und Vogelsanger Straße zwei wirklich schöne Denkmäler verlorengehen: „Die Schwünge und Rhythmen der mit Nieten übersäten Träger und Bögen aus Metall sowie ihr Spiel von Licht und Schatten“, haben, wie der in Köln gebürtige Kunsthistoriker Peter Kropmanns sagt, „auf Anwohner und Passanten bewusst oder unbewusst stets positiv gewirkt.“ Was von den Baumeistern der Bundesbahn dagegen zu erwarten ist, zeigen die anstelle der feingliedrigen Konstruktionen der Eisenbahnbrücken am Gereonswall und bei Sankt Ursula plump hingeklotzten Betonbalken. - Dass dank des neuen NRW-Denkmalschutzgesetzes für den Abriss der Eisenbahnbrücken noch nicht einmal eine Aufhebung des bestehenden Denkmalschutzes der Eisenbahnbrücken nötig ist, belegt die zynische Antwort der Stadtverwaltung auf meine entsprechende Anfrage: „Eine vorherige Aufhebung ist nicht erforderlich. Das Denkmal ist nach dem Abriss ‚untergegangen‘“. Ursprung 1905 Hildegard un Philipp Kling Akazienweg 143 • 50827 Köln www.bestattungen-kling.de www.dudegraever.de Immer erreichbar: 0221 - 544 355 DIE STADT IST DIE BÜHNE DIE STADT 17. 7. 1. 9. 17. IST DIE BÜHNE Förderer: Sponsoren: 17. 7. 7. - 1. 1. 9. 9. DIE STADT IST DIE BÜHNE Förderer: Sponsoren: Förderer: Sponsoren: KOLUMNE KLAAF 29

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