1990-2005 Blick ins Tanzmuseum, um 2000 Die Stiftung findet eine neue Heimat 1996 fand die SK Stiftung Kultur mit zunächst drei Abteilungen eine neue Heimat im Mediapark, die Akademie folgte 1999. Passend zum neuen Standort und zur neuen Ausrichtung erfolgte die Umbenennung von Stiftung City-Treff zu SK Stiftung Kultur. Mit dem Umzug in den Mediapark begann für die Photographische Sammlung eine neue Ära. Neben dem Archiv gab es nun ein Büro, einen Studienraum, um Gäste zu empfangen und eigene Ausstellungsflächen. Auch für das Deutsche Tanzarchiv Köln bedeutete der Umzug eine große Veränderung. Neben den Präsentationsflächen, die es sich in den ersten Jahren mit der Photographischen Sammlung teilte, gab es nun ein eigenes Tanzmuseum mit einer ständigen Ausstellung. Sonderausstellungen gab es beispielsweise, wenn Nachlässe weltbekannter Tänzer*innen und Choreograph*innen aufgenommen wurden, wie die von den Sacharoffs oder von Kurt Jooss, dem Lehrer von Pina Bausch. Seit 1995 legt das Tanzarchiv einen Schwerpunkt auf das Genre „Tanzfotografie“ und stellt dabei die bildkünstlerische Perspektive der Fotograf*innen (also nicht die fotografische Dokumentation) in den Mittelpunkt. Dies war die Voraussetzung für den späteren archivischen Schwerpunkt „Tanzfotografie“ / „Nach-/Vorlässe von Fotograf*innen“ wie auch für die Kreation einer Tanzfotografie-Ausstellung für das Goethe-Institut. Foto: Ridha Zouari Wat kann die Ungerbotz dann koste? Wenn Sprachwissenschaftler*innen sich zu Forschungszwecken Geschichten erzählen lassen, wird es nicht nur interessant, sondern auch unterhaltsam. Mit „Alles Kölsch“ wurde 1998 die erste moderne Sprachdokumentation von der Akademie för uns kölsche Sproch veröffentlicht. Sie basiert auf Geschichten aus dem Alltag, die in kölschen Wohnzimmern von Kölnerinnen und Kölnern zwischen neun und 80 Jahren erzählt wurden. Gigi Herr plaudert hier aus dem Nähkästchen, wie an Wieverfastelovend nach ein paar Schabbau zu viel ein Teil des Pippi Langstrumpf- Kostüms nicht mehr aufzufinden war. Und ihre Tante Trude auf die empörte Anklage des Ehemanns, dass Gigi ohne „Botz“ nach Hause kam, ganz trocken feststellte: „Wat kann die Ungerbotz dann koste“? Gigi Herr im Studio Foto: Janet Sinica Nicht klein beigeben Vergleichende Positionen Impressum Im Rahmen der Ausstellung „Oda Schottmüller - Tänzerin, Bildhauerin, Nazigegnerin“, die das Deutsche Tanzarchiv Köln gemeinsam mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitet hat und die 2005 im Tanzmuseum präsentiert wurde, war unter den Exponaten eine kleine, von Oda Schottmüller heimlich im Gefängnis gefertigte Katzenskulptur aus Brotteig, die sie ihrer ebenfalls inhaftierten Freundin Ina Lautenschläger zustecken konnte. 2005 war Lina 89 Jahre alt und schenkte dem Tanzmuseum Köln die letzte Skulptur ihrer Freundin. SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn Geschäftsführung und Leitung: Norbert Minwegen Im Mediapark 7, 50670 Köln, Tel.: 0221/888 95-0, pr@sk-kultur.de, www.sk-kultur.de Katzenskulptur von Oda Schottmüller In Kooperation mit dem Känguru Colonia Verlag www.kaenguru-colonia-verlag.de Redaktion/Texte: Dr. Ralf Convents, Barbara Renz Grafik: Anja Sauerland, www.paper-love.com Als die Photographische Sammlung 1997 von ihrem ersten Domizil in der Kreishausgalerie, St.-Apern-Straße in den Mediapark zog, versammelte sich ein illustres „Klübchen“ um die damalige Leiterin Susanne Lange und ihr Team aus acht Mitarbeitenden in den neuen Räumen. Dazu gehörten Gerd Sander, der Enkel des Künstlers, Ann und Jürgen Wilde, mit denen die Sammlungen von Blossfeldt und Renger- Patzsch in die Stiftung gelangten. Bernd und Hilla Becher folgten mit ihren Werken, da sie selbst Sander, Blossfeldt und Renger-Patzsch als zentrale Vorbilder betrachteten. Vier künstlerische Haltungen, die die dokumentarische Photographie maßgeblich geprägt haben, wurden so an einem Ort vereint - ein in dieser Form einzigartiges Ensemble. Die erste Ausstellung der Sammlung trug den programmatischen Titel „Vergleichende Positionen“ und wurde begleitet von der kleineren Präsentation „Photographien im Dia log“, die amerikanische Straight Photography zeigte. Schon hier zeichnete sich das bis heute gültige Konzept ab: Verbindungen herzustellen - vom Regionalen zum Internatio - nalen und vom Historischen zum Zeitgenössischen.
KÖLN ENTDECKT Jubiläum der Köln-Düsseldorfer im Jahr 2026 Eine traditionsreiche Geschichte auf dem Rhein Die » Concordia «, das erste deutsche Dampfschiff auf dem Rhein Die Concordia, das 1. deutsche Dampfschiff auf dem Rhein | als gemeinfrei gekennzeichnet auf Wikimedia Commons Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG feiert in diesem Jahr ihr 200. Jubiläum. Seit 1826 prägt das Unternehmen die Personenschifffahrt auf dem Rhein und gehört damit zu den traditionsreichsten Reedereien Europas. Generationen von Reisenden haben die Flusslandschaft zwischen Köln, Bonn, Koblenz und Mainz von den Schiffen der KD aus erlebt. Das Jubiläum bietet Anlass, auf eine bewegte Geschichte zurückzublicken und gleichzeitig den Blick in die Zukunft der Flussschifffahrt zu richten. Von den Anfängen der Dampfschifffahrt Vor 200 Jahren begann auf dem Rhein eine neue Ära der Mobilität. Dampfschiffe ermöglichten erstmals regelmäßige und planbare Verbindungen zwischen wichtigen Städten entlang des Flusses. Schon früh entwickelte sich der Rhein zu einer wichtigen Verkehrsader für Handel und Reisen. Die damaligen Reedereien, aus denen später die Köln-Düsseldorfer hervorging, verbanden Städte und Regionen miteinander und machten den Fluss für Passagiere leichter zugänglich. Mit der zunehmenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert wuchs auch die Bedeutung der Rheinschifffahrt. Immer mehr Menschen nutzten die Schiffe nicht nur für Transport, sondern auch für Ausflüge und Erholung. Die KD entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem wichtigen Anbieter für Passagierfahrten auf dem Rhein. Wandel und Modernisierung Im Laufe der Jahrzehnte erlebte die Reederei zahlreiche Veränderungen. Technische Entwicklungen, wirtschaftliche Umbrüche und politische Ereignisse prägten die Geschichte des Unternehmens. Aus den frühen Dampfschiffen wurden moderne Fahrgastschiffe mit zeitgemäßer Ausstattung. Gleichzeitig blieb die Verbindung zur Tradition erhalten, denn viele Fahrten führen bis heute durch historische Rheinlandschaften mit Burgen, Weinbergen und bekannten Städten. Besonders der Tourismus spielte im 20. und 21. Jahrhundert eine immer größere Rolle. Rundfahrten, Linienfahrten und Eventfahrten gehören inzwischen fest zum Angebot. Für viele Besucherinnen und Besucher des Rheinlands ist eine Fahrt mit der KD ein fester Bestandteil ihres Aufenthalts. Der Rhein als Erlebnisraum Die Fahrten der Köln-Düsseldorfer führen durch einige der schönsten Abschnitte des Rheins. Besonders beliebt ist das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, das mit seinen steilen Hängen, historischen Orten und zahlreichen Burgen beeindruckt. Die Schiffe bieten dabei eine besondere Perspektive auf Landschaft und Städte entlang des Flusses. Auch in Großstädten wie Köln oder Düsseldorf gehören die weißen Schiffe der KD längst zum vertrauten Bild am Rheinufer. Sie verbinden touristische Erlebnisse mit regionaler Identität und sind für viele Menschen Teil der rheinischen Kultur. Ein Jubiläum mit Blick in die Zukunft Das Jubiläumsjahr 2026 ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Moment der Weiterentwicklung. Nachhaltigkeit, moderne Technik und neue Erlebnisangebote spielen eine immer größere Rolle in der Flussschifffahrt. Die Köln-Düsseldorfer arbeitet daran, ihre Flotte weiter zu modernisieren und gleichzeitig die besondere Atmosphäre einer Rheinfahrt zu bewahren. Die KD steht heutzutage weiterhin für Tradition, Gastfreundschaft und einzigartige Erlebnisse auf dem Rhein. Das Jubiläum erinnert daran, wie eng die Geschichte des Unternehmens mit der Geschichte des Flusses und der Städte entlang des Rheins verbunden ist. Gleichzeitig zeigt es, dass auch eine traditionsreiche Reederei den Wandel der Zeit aktiv mitgestalten kann. Die » RheinFantasie « Claudia Schlickeiser Wappen von Köln (2026) | Hans Weingartz, KDWAPPEN, CC BY-SA 2.0 DE KÖLN ENTDECKT KLAAF 23
Laden...
Laden...
Facebook